Winter-Bergwandern: Wenn die Berge zur Ruhe kommen

Winter-Bergwandern: Wenn die Berge zur Ruhe kommen

Winter-Bergwandern: Wenn die Berge zur Ruhe kommen

Es gibt diesen einen Moment, den kennt jeder, der schon mal im Winter in den Bergen unterwegs war. Du stapfst durch den Schnee, bleibst kurz stehen, und dann: nichts. Absolute Stille. Kein Vogelgezwitscher, keine anderen Wanderer, nur dein eigener Atem in der kalten Luft. Genau dafür lohnt sich das frühe Aufstehen und die klammen Finger.

Was Winterwandern so anders macht

Im Sommer sind die Berge voll. Jeder will aufs Gipfelkreuz, jeder will das Foto. Im Winter gehören dir die Wege quasi allein. Die Landschaft wirkt wie ausgetauscht – vertraute Routen sehen plötzlich komplett anders aus. Dazu diese Fernsicht: An klaren Wintertagen kannst du gefühlt bis in die nächste Zeitzone schauen.

Aber seien wir ehrlich, es ist auch anstrengender. Durch Schnee stapfen kostet Kraft, die Tage sind kurz, und wenn du dich verkalkulierst, wird's schnell ungemütlich.

Was du wirklich brauchst

Vergiss die ellenlangen Packlisten aus den Outdoor-Magazinen. Das hier ist das, was tatsächlich zählt:

Gute Schuhe. Wasserdicht, warm, mit ordentlichem Profil. Deine Sommerwanderschuhe kannst du daheim lassen.

Grödel. Diese kleinen Spikes für unter die Schuhe retten dir auf vereisten Passagen den Tag. Kosten nicht viel, wiegen fast nichts, machen einen Riesenunterschied.

Schichten statt dicker Jacke. Du wirst schwitzen beim Aufstieg und frieren bei der Pause. Mit mehreren Lagen kannst du flexibel reagieren.

Sonnenbrille und Sonnencreme. Klingt komisch für den Winter, aber die Sonne knallt vom Schnee zurück wie verrückt. Einen Sonnenbrand im Januar willst du nicht.

Stirnlampe. Nicht vergessen. Im Dezember ist um halb fünf Feierabend mit dem Tageslicht.

Heißer Tee in der Thermoskanne. Klingt banal, ist aber Gold wert.

Planung ist alles

Im Sommer kannst du auch mal spontan losziehen und schauen, wie weit du kommst. Im Winter funktioniert das nicht. Die Sonne geht früh unter, Wege können unpassierbar sein, und Schnee macht alles langsamer.

Rechne damit, dass du für die gleiche Strecke deutlich länger brauchst als im Sommer. Check vorher, ob der Weg überhaupt begehbar ist – manche Routen werden im Winter nicht geräumt oder sind lawinengefährdet. Und sag jemandem Bescheid, wo du hinwillst. Klingt nach Helikopter-Eltern-Mentalität, ist aber einfach vernünftig.

Wenn der Schnee tiefer wird

Ab einer gewissen Schneehöhe kommst du mit normalen Wanderschuhen nicht mehr weit. Dann sind Schneeschuhe eine Option. Damit kannst du auch abseits geräumter Wege unterwegs sein, was nochmal ein ganz anderes Erlebnis ist. Aber Vorsicht: Sobald du dich im freien Gelände bewegst, brauchst du zumindest Grundwissen über Lawinen. Das ist kein Spaß, das ist ernst.

Umkehren ist kein Versagen

Das Wetter schlägt um, der Weg ist vereister als gedacht, du fühlst dich nicht fit – dann dreh um. Die Berge laufen nicht weg. Es gibt keinen Gipfel, der es wert ist, sich in Gefahr zu bringen. Die besten Bergsteiger sind nicht die, die immer oben ankommen, sondern die, die wissen, wann Schluss ist.

Warum BergMate im Winter besonders Sinn macht

Im Winter kann viel schneller etwas schiefgehen. Die Tage sind kurz, Wege vereist, und wenn du alleine unterwegs bist und dir was passiert, dauert es oft viel zu lange bis jemand merkt, dass etwas nicht stimmt. Genau dafür ist BergMate gemacht: Du gibst vor der Tour ein, wann du zurück sein willst. Meldest du dich nicht rechtzeitig, bekommen deine Notfallkontakte automatisch eine SMS mit deinem letzten GPS-Standort und dem kompletten Tourverlauf. Nicht irgendwo am Berg – sondern auf 5 bis 10 Meter genau. Das funktioniert auch wenn dein Handy leer ist oder im Schnee liegt. Und falls du unterwegs in eine blöde Situation gerätst: Die App zeigt dir alle Hütten in der Nähe mit Telefonnummer und wo du den nächsten Handyempfang findest. Klingt nach Kleinigkeiten, kann aber im Ernstfall entscheidend sein.


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